10 Jahre



 
 
 

Es begann im April 1988 mit einer Studienreise des Gustav- Adolf-Werkes Hauptgruppe Pfalz nach Siebenbürgen. Unser 
Ziel war, möglichst viel vom Leben der christlichen Kirchen in Rumänien zu erfahren , wobei naturgemäß die deutschen evangelischen und die ungarisch-reformierten Gemeinden im Vordergrund unseres Interesses standen. Aber es war uns auch wichtig, einiges von der rumänisch-orthodoxen Kirche zu erfahren.

Wir hatten 24 Kirchengemeinden be-
sucht und waren tief beeindruckt vom Leben in den Gemeinden, aber auch 
sehr betroffen über die Zustände unter denen sie leben mußten. Für uns Anlaß, für diese ohne eigene Schuld in Not geratenen Menschen etwas zu tun. 

Wir nahmen 50 Adressen mit und suchten dafür zuhause Paten, wobei wir selbst 12 Patenschaften übernommen haben. Mit Lebensmittel und Kleiderpaketen sowie Geldtransfer versuchten wir, eine dringend notwendige erste Hilfe zu leisten.

An Weihnachten 1989, während der Revolution in Rumänien, haben wir uns spontan entschlossen, nach Ende der Aus- einandersetzungen Hilfsgüter nach Siebenbürgen zu bringen. 
Im Februar 1990 haben wir innerhalb eines Konvois des Diakonischen Werkes der Pfalz unseren ersten Hilfsgüter- transport durchgeführt, wobei wir die Hilfsgüter an unsere 
bereits bekannten Partner und Kirchengemeinden selbst 
verteilt haben. Inzwischen haben wir 14 Hilfsgütertransporte 
mit insgesamt 130 Tonnen Gütern und mit einem Warenwert 
von fast 4 Millionen DM nach Siebenbürgen gebracht.

Zur Finanzierung dieser Transporte 
haben wir fast eine Million DM ge-
sammelt, erarbeitet und erbettelt. 
Für die Versicherungs- und Transport- kosten brauchten wir knapp 5,-- DM von 100,-- DM Spendengeldern, so daß 95,-- DM direkt über unsere Projekte den Bedürftigen zugute kommen. Alle übrigen anfallenden Kosten werden von uns privat getragen. Das Spendenaufkommen bringen wir zusammen durch Basare und Dia- Vorträge über Land und Leute sowie über die kirchliche, die allgemeine wirtschaftliche und politische Entwicklung in Rumänien. Die Ansprechpartner hierbei sind Kirchengemeinden, Lions- Hilfe e.V. und Rotary e.V., kleinere und mittlere Handwerks- und Industriebetriebe, Ministerium der Verteidigung sowie ein großer Bekannten- und Freundeskreis, der mit uns mit vielen kleinen, mittleren und großen Spenden unterstützt.
Um eine gezielte wirkungsvolle und sinnvolle Hilfe zu leisten, haben wir bereits nach unserem 2. Transport nicht mehr all- gemeine Hilfssammlungen urchgeführt, sondern haben uns im Vorfeld der weiteren Transporte mit unseren Partnern vor Ort abgeklärt, wo , was und wieviel gebraucht wird. 

Bei allen Maßnahmen gilt unsere Hilfe zunächst unseren deutschen Landsleuten aber über sie helfen wir auch Menschen in der Region in der sie leben , ohne Ansehen einer nationalen, religiösen oder ethnischen Zugehörigkeit. Damit kann sich die deutsche Minderheit in Siebenbürgen neu orientieren und hat dadurch auch eine bessere
Überlebenschance.


 
 
 

Wenn Sie mehr zu unserer Arbeit und unseren Projekten wissen möchten freuen wir uns
auf Ihre e-mail, einen Anruf oder ein Fax.